„Ein Bürger ist nicht, wer bloß in der Gesellschaft lebt, ein Bürger ist, wer sie ändert.” Augusto Boal

Mario Kerzel (MitBürger)

Wie lange leben Sie schon in Sachsen-Anhalt?

Seit meiner Geburt. Ich bin Hallenser, im Stadtteil Neustadt geboren, und fühle mich gerade deswegen glücklich und "pudelwohl".

Auf welche Ausbildung blicken Sie zurück?

Nach meinem erfolgreichen Besuch der POS habe ich den Beruf des Facharbeiter für Nachrichtentechnik erlernt. Hinzu kommt meine Qualifikation als Ausbilder in diesem Beruf.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

Ich habe mich schon seit meiner Jugend für die Belange meiner Mitmenschen interessiert und mich für diejenigen eingesetzt, die meine Hilfe brauchten. Mit sozialer Kompetenz, einer fundierten Meinung und sicherem Auftreten wurde ich in meiner Heimatstadt politisch aktiv und strebe einen Sitz im Stadtrat an.

Was treibt Sie an?

Es gibt viele Themen, für die ich mich einsetzen möchte, damit das Leben in Halle und in meinem Wahlkreis noch ein bisschen besser und schöner wird, als es jetzt ist. Ich möchte als aktives Mitglied unseres Stadtrates in einem Team vernünftiger Leute den guten Ruf der Stadt verbessern helfen; denn es gibt nichts, das man nicht noch besser machen könnte.

Was haben Sie sich im Falle einer Wahl zum Stadtratsmitglied vorgenommen?

Es gilt, ein Sportkonzept ständig neuen Anforderungen anzupassen - und sicher zu stellen, dass niemand Abstriche macht. Das werde ich zu einer meiner Hauptaufgaben machen.

Dabei spielt die Unterstützung des Breitensportes und die Stärkung der Vereine die gleich große Rolle, verbunden mit der tatkräftigen Unterstützung aller ehrenamtlich Tätiger Frauen und Männer. Mein Augenmerk wird sich insbesondere auch auf diejenigen richten, die sich einer gesunden, sportlichen Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen widmen.

Weitere Schwerpunkte sind:

Schule und Schulentwicklung - Die beste Grundlage für unsere Kinder, später im Leben erfolgreich zu sein, liegt in einer fundierten Schulausbildung, die Kinder fördert und fordert.  Für jeden zukunftsorientierten Stadtrat ist Bildung, Ausbildung und Schule ein dringendes Anliegen.

Integration - Wir haben in Halle ein großes Potenzial an ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die wir gerne einbeziehen. Sie werden unterstützt im Lernen der Deutschen Sprache und in ihrem Bemühen, sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden aber auch Ihre eigenen Traditionen weiter zu leben. Auch dies ist mein Anliegen als Stadtrat.

Innere Sicherheit - Ich bin ausdrücklich gegen jede Verkleinerung unserer Polizeistärke. Wir brauchen gut motivierte Beamte auf den Straßen, die für ausreichend  Sicherheit der Bürgerschaft sorgen. Die Beamten verdienen unser aller Unterstützung bei der Ausübung Ihres schwierigen Berufes.

Feuerwehr - Gleiches gilt in vollem Umfang für die Kameradinnen und Kameraden unserer Berufsfeuerwehr und unseren freiwilligen Feuerwehren. Es ist nicht hoch genug anzurechnen, mit welchem Engagement hier soziale Kompetenz eingebracht und gelebt wird. Wer bei den Feuerwehren den Rotstift ansetzt, gefährdet Leib und Leben unserer Bürgerinnen und Bürger. Dagegen werde ich mich mit aller Kraft zur Wehr setzen.

Vereine und Ehrenamt - Als ehrenamtlich Tätiger weiß ich um die Sorgen und Nöte aller Frauen und Männer, von Jung und Alt, die sich in gleicher Weise für ihre Vereine und die Interessen und Bedürfnisse der Menschen einsetzen. Seien Sie versichert, dass ich Ihre Situation richtig einschätzen kann und dass mein Engagement nach meiner Wahl zum Stadtrat in keiner Weise abnehmen wird.

Welche Perspektive und Rolle hat die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt?

Es ist utopisch, sich die Stadt Halle als Hauptstadt von Sachsen-Anhalt zu wünschen. Jedenfalls setze ich mich vehement dafür ein, dass es eine Benachteiligung von Halle seitens der Landesregierung und eine Bevorzugung von Magdeburg nicht geben darf.

Und wie wollen Sie die Weiterentwicklung der Stadt unterstützen?

Der Ruf der Stadt ist auch durch eine konsequente Bekämpfung rechtsradikaler oder neonazistischer Umtriebe zu stabilisieren. Das Image unserer Stadt ist mitentscheidend für Investoren und ausländische Fachkräfte hierher zu kommen und damit die Stadt wirtschaftlich stärker, finanziell gesünder und insgesamt attraktiver zu machen. Dem gilt mein ganzer Einsatz!

Was denken Sie über die von der Landesregierung geplanten Einschnitte im Bildungs- und Kulturbereich?

Die Bildungs- und Kulturpolitik der jetzigen Landesregierung ist eine einzige Katastrophe. Wahrscheinlich werden erst Neuwahlen auf Landesebene dieser von engstirnigen Politikern ausgerufene und in die Tat umgesetzte verstetigte Kahlschlag unserer Kultur- und Bildungslandschaft Einhalt gebieten. Es ist beschämend zu sehen, wie wenig Stadträte der diese Landesregierung tragenden Parteien unsere Stadt dabei unterstützen, den finanziellen Einschnitten Einhalt zu gebieten.

Wie sehen Sie die Zukunft Halle-Neustadts?

Unsere Vorteile liegen in einem sehr gut ausgebauten ÖPNV mit Straßenbahn, Bus und DB. Eine intakte Infrastruktur bietet alle Einkaufsmöglichkeiten; Angebote der medizinischen Versorgung sind vor Ort; im Stadtteil sind sehr viele Grünflächen, Parks, Spielplätze und Sportanlagen. Diese zu erhalten und darauf zu achten, dass die Stadtverwaltung ihrer Verantwortung gerecht wird, ist meine Aufgabe, die Aufgabe Ihres Stadtrates.

Familien-orientierte Stadtteilplanung wurde umgesetzt und dabei wurde und wird man dem demografischen Wandel immer mehr gerecht. Dort, wo noch nachgebessert werden muss, werde ich mich entsprechend einbringen.

Die Gartenstadt Nietleben ist mit Neustadt in der Zwischenzeit so stark verzahnt, dass es nur logisch ist, wenn in diesem Jahr Investitionen in den S-Bahn Haltepunkt fließen. Das jedenfalls halte ich für dringend geboten.

Zum Abschluss noch eine kleine Frage, der Sommer steht vor der Tür: Welches ist ihr Lieblingsplatz in Halle?

... die Peissnitz

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