„Ein Bürger ist nicht, wer bloß in der Gesellschaft lebt, ein Bürger ist, wer sie ändert.” Augusto Boal

Dr. Ines Brock (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Wie lange leben Sie schon in Sachsen-Anhalt?

Ich bin zum Studieren 1984 nach Halle (Saale) gekommen und sehe hier meine Heimat. Dennoch fühle ich mich auch noch als gebürtige Thüringerin, die in Erfurt aufgewachsen ist.

Auf welche Ausbildung blicken Sie zurück?

Ich lerne immer noch! Inzwischen von meinen Studierenden und Weiterbildungsteilnehmer/innen. Ursprünglich hab ich Anglistik/Germanistik/Pädagogik studiert. In der Wendezeit habe ich begonnen viele Weiterbildungen zu machen und nach mehr als 1000 h habe ich die Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bekommen. Die Promotion in Erziehungswissenschaft über Geschwisterdynamik habe ich 2010 abgeschlossen.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

In der Studentengemeinde haben wir auch zu DDR-Zeiten Politik gemacht, dann im Neuen Forum zur Wende. 1997 bin ich BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN beigetreten und in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen gearbeitet. Antrieb ist meine  Hoffnung die Welt besser, das Land gerechter und unsere Stadt schöner zu machen.

Was treibt Sie an?

Meine Energie beziehe ich aus dem Vertrauen in eine nachhaltige, weitsichtige und an Grundwerten orientierte politische Aktivität, die Wirkung entfalten kann - für Kinder, Familien, Jugendliche, Frauen, Studierende, Wissenschaftler/innen, Handwerker/innen, Künstler/innen,... kurz: für alle Menschen, die die Zukunft gestalten!

Was haben Sie sich im Falle einer Wahl zum Stadtratsmitglied vorgenommen?

All dies: Link zum Wahlprogramm (PDF)

Welche Perspektive und Rolle hat die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt?

Halle (Saale) ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt und Hochburg von Kultur, Kunst und Wissenschaft. Das macht die Stadt zum kreativen Motor. Dies in Verbindung mit historischer Tradition und Gebäuden, lebendiger Kneipen- und Freizeitkultur und dem Fluss mit seinen grünen Oasen muss Halle (Saale) und die Stadtpolitik nutzen um die Attraktivität mit wirtschaftlichem Erfolg und einer kommunalen Bildungslandschaft zu verknüpfen.

Und wie wollen Sie die Weiterentwicklung der Stadt unterstützen?

Im Stadtrat und mit der aktiven Stadtgesellschaft vernünftige Konzepte umsetzen!

Was denken Sie über die von der Landesregierung geplanten Einschnitte im Bildungs- und Kulturbereich?

Die große Koalition im Land ignoriert die Entwicklungspotenziale, die gerade in der Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur stecken. Das ist ökonomisch kurzsichtig und zeigt sich blind für wirtschaftliche Ressourcen, die darin liegen.

Wie sehen Sie die Zukunft Halle-Neustadts?

Ha-Neu ist ein moderner Stadtteil von Halle (Saale), der es verdient kreativ weiter entwickelt zu werden. In dieser autonomen Stadtteilstruktur liegen mehr Chancen als bisher genutzt werden. Halle-Neustadt darf nicht entwertet werden, hier gehören auch Einrichtungen der Kultur, Freizeit und Bildung hin, die das Leben dort attraktiv machen.

Zum Abschluss noch eine kleine Frage, der Sommer steht vor der Tür: Welches ist ihr Lieblingsplatz in Halle?

Morgens mit den Füßen in der Saale am Sandstrand, mittags zum Peißnitzhaus lecker Essen, nachmittags in die Bibliothek zum Lesen und nach einem tollen Film im Puschkino in die Mojo-Bluesbar für einen Absacker mit Freunden! Natürlich nur an einem Tag, wo ich nicht arbeiten oder im Stadtrat sitzen muss! :-)

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