„Ein Bürger ist nicht, wer bloß in der Gesellschaft lebt, ein Bürger ist, wer sie ändert.” Augusto Boal

Andreas Scholtyssek (CDU)

Wie lange leben Sie schon in Sachsen-Anhalt?

Ich wurde vor fast 34 Jahren in Halle (Saale) geboren und lebe seitdem hier. 

Auf welche Ausbildung blicken Sie zurück?

Im Jahr 1999 legte ich mein Abitur ab und 2005 beendete ich mein Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Wie sind Sie zur Politik gekommen?

Als politisch interessierter und gern hier lebender Mensch fand ich die lethargische rote-Laterne SPD-Minderheitsregierung bis 2002 beschämend. Ich wollte mich für positive Veränderungen einbringen.

Was treibt Sie an?

Halle kann mehr!

Was haben Sie sich im Falle einer Wahl zum Stadtratsmitglied vorgenommen?

Ich möchte mich weiter für eine Stärkung der Stadt als Wirtschaftsstandort einsetzen. Die Arbeitslosigkeit liegt noch immer über dem Landesdurchschnitt , die Gewerbesteuereinnahmen bleiben weit hinter vergleichbaren Städten zurück.

Neben qualifizierten Arbeitsplätzen muss die Stadt auch weiterhin eine hohe Lebensqualität bieten. Dazu zählen Kita-Plätze, intakte Spielplätze, eine sichere und saubere Stadt, Sportangebote und natürlich Kunst und Kultur.

Welche Perspektive und Rolle hat die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt?

Trotz gegenteiliger Prognosen der Statistiker ist Halle noch immer die einwohnerstärkste Stadt des Landes und gewinnt sogar wieder Einwohner. Halle muss im Land stärker wahrgenommen werden. Dazu bedarf es mehr Bereitschaft der Landespolitik auf Halle einzugehen, aber auch ein professionelleres Auftreten der Stadt nach außen.

Und wie wollen Sie die Weiterentwicklung der Stadt unterstützen?

Ich möchte mich weiter ehrenamtlich zum Wohle der Stadt engagieren und im Stadtrat einbringen.

Was denken Sie über die von der Landesregierung geplanten Einschnitte im Bildungs- und Kulturbereich?

In Anbetracht der fiskalischen Rahmenbedingungen aus Sicht des Landes nachvollziehbar. Aus Sicht der Stadt sind die geplanten Kürzungen in dieser Form nicht hinnehmbar.

Die Landeszuschüsse für die Kultur werden zu schnell und zu stark abgesenkt. Bei den Hochschulen vermisse ich ein Gesamtkonzept für eine langfristige Strategie.

Wie sehen Sie die Zukunft Halle-Neustadts?

Halle-Neustadt ist der größte Stadtteil der Stadt. In den zurückliegenden bald 24 Jahren hat sich die Neustadt überwiegend positiv entwickelt. Es wird aber auch künftig Problembereiche geben, in welchen die Stadt mit sozialpolitischen Maßnahmen aktiv sein muss.

Zum Abschluss noch eine kleine Frage, der Sommer steht vor der Tür: Welches ist ihr Lieblingsplatz in Halle?

Zuhause im Garten mit meinen Kindern. Das Saaleufer in der Stadt - egal ob in Trotha, auf der Peißnitz oder der Rabeninsel - ist immer wieder einen Ausflug wert. 

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