„Ein Bürger ist nicht, wer bloß in der Gesellschaft lebt, ein Bürger ist, wer sie ändert.” Augusto Boal

Wahlsystem

Wahlen im Vier-Ebenen-System

Kommunalwahlen

entscheiden über:  

  • die Zusammensetzung der Gemeindevertretung bzw. des Kreistags, die Besetzung des Bürgermeisteramts, die lokale Verankerung von Spitzenpolitikern
  • die lokale und zum Teil auch regionale Machtverteilung in den Parteien, kommunalpolitische Vorhaben (zum   Beispiel Theater-, Musikhallenbau, Schulversorgung).

Landtagswahlen

entscheiden über:

  • Regierung und Opposition im Land,
  • landespolitische Entwicklungen (zum Beispiel Schulsyste­me, Polizeistrukturen),
  • die Zusammensetzung des Bundesrates, das heißt über die politische Rolle des Landes in der Bundesgesetzgebung,
  • die politische Entwicklung der Landesparteien und zum Teil auch von Bundesparteien,
  • die politische und persönliche Zukunft von Landespolitikern,
  • die Zusammensetzung der Bundesversammlung. 

Bundestagswahlen

entscheiden über:

  • Regierung und Opposition im Bund,
  • bundespolitische Vorhaben (zum Beispiel Einsatz der Bun­deswehr außerhalb des NATO-Gebiets, Einkommens- und Lohnsteuersätze),
  • die Entwicklung der Parteien auf Bundesebene,
  • die politische und persönliche Zukunft von Spitzenpoliti­kern und Bundestagsabgeordneten,
  • die Zusammensetzung der Bundesversammlung (und da­mit die Wahl des Bundespräsidenten)
  • innerparteiliche Stärkeverhältnisse.

Wahlen zum Europäischen Parlament

entscheiden über:

  • die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments,
  • die Stärkeverhältnisse zwischen den Parteien,
  • die Verankerung der europäischen Politik in der Gesellschaft,
  • das politische und persönliche Schicksal von  Abgeord­neten.

Quelle: Woyke, Wichard (2009): Wahlen 2009. Europawahlen und Wahl zum Deutschen Bundestag. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de)

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